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Fünf Kunst am Bau Projekte sind in die Sammlung
des Finanzministerium Rheinland Pfalz aufgenommen
Näheres unter www.kunstundbau.rlp.de

Einladung zum Kunst am Bau Wettbewerb
für den offenen Vollzug der JVA Chemnitz
Abgabe Anfang Januar 2018
Mehr unter Galerie > Raumarbeiten.

Herzliche Einladung ins Offene Atelier!
Sonntag, den 24. September 2017
von 12 – 18 Uhr
Briedelerstraße 7 (Hinterhof)
50969 Köln

Einladung zum Kunst am Bau Wettbewerb
für das Wissenschaftszentrum Straubing
durch das staatliche Hochbauamt Passau
Abgabe Ende September 2017
Mehr unter Galerie > Raumarbeiten.

Katalog III mit neuen Kunst am Bau Arbeiten
und aktuellen Zeichnungen ist
auf Bestellung jederzeit lieferbar.

Einladung zum Kunst am Bau Wettbewerb
an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät
der Universität Leipzig.
Abgabe Ende Mai 2017
Mehr unter Galerie > Raumarbeiten.

Einladung zum Kunst am Bau Wettbewerb
an der Universitätsbibliothek Bamberg.
Abgabe Mitte April 2017

Fertigstellung der Arbeit “Naturkräfte” im
vier geschossigen Treppenhaus des
Emanuel-Felke-Gymnasium in Bad Sobernheim.
Mehr unter Galerie > Raumarbeiten.

Herzliche Einladung ins Offene Atelier!
Sonntag, den 11. September 2016
von 12 – 18 Uhr
Briedelerstraße 7 (Hinterhof)
50969 Köln

Einladung zum Kunst am Bau Wettbewerb
an der Universität Bayreuth.
Abgabe Mitte September 2016.
Mehr unter Galerie > Raumarbeiten

Einladung zum Kunst am Bau Wettbewerb:
Internationales Getränkewissenschaftliches
Zentrum Weihenstephan, Freising.
Abgabe Ende März 2016.
Mehr unter Galerie > Raumarbeiten.

Beitrag zum eingeladenen Wettbewerb für die
Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW
Standort Köln
Mehr unter Galerie > Raumarbeiten

Ausstellung | Domestic Space | PaperEdition
Zweigstelle Berlin | Lehrter Str. 37, 10557 Berlin
Eröffnung: 7.11.2015 17-19 Uhr
Dauer der Ausstellung: 7.11.-12.12.2015
Öffnungszeiten: Fr + Sa 14.00 -19.00 Uhr

In der JVA München Stadelheim
ist die Arbeit “Licht und Schatten”
erfolgreich realisiert worden.
Mehr unter Galerie > Raumarbeiten

In Neustadt/Wied ist die Wandmalerei
“… sprossendes Gras” für die Mensa
der Grundschule In der Aue fertig gestellt.
Mehr unter Galerie > Raumarbeiten.

Die Skulptur Lagerfeuer ist fertiggestellt und
vor der JH Leutesdorf aufgestellt worden.
Mehr unter Galerie > Raumarbeiten.

Einladung zum Kunst am Bau Wettbewerb
für das Berufsbildungszentrum Braunschweig
Abgabe September 2015

Zur Ausstellung des Josef Müller-Pauly Gedächtnis-Preis für Aquarellmalerei ist die Arbeit Gewusel XVI gewählt.
Eröffnung 15. Mai 2015 um 19 Uhr
im Stadtmuseum Weilburg.
Die Ausstellung läuft bis zum 7. Juni 2015.
Schlossplatz 1- 35781 Weilburg

Die Stahlskuptur “Lagerfeuer” ist im Wettbewerb für die Jugendherberge in Leutesdorf am Rhein
mit dem 1. Platz ausgezeichnet worden.
geplante Realisierung Frühjahr 2015
Mehr unter Galerie > Raumarbeiten.

Im Wettbewerb für den Lichthof in der JVA +OLG München ist die Arbeit “Licht und Schatten”
mit dem 1. Platz ausgezeichnet worden.
geplante Realisierung 2015
Entwurf unter Galerie > Raumarbeiten.

Mit der Idee “Lagerfeuer” Einladung zur 2. Stufe
des Wettbewerbs Jugendherberge Leutesdorf
Abgabe Mitte Februar 2015
Mehr unter Galerie > Raumarbeiten.

Ausstellungeröffnung in der Galerie BBK
Peterstraße 1 – 26121 Oldenburg
Donnerstag, den 22.1.2015 um 18 Uhr

Die Gemeinde Neustadt (Wied) hat den Entwurf
“… sprossendes Gras” für die Mensa der Grundschule “In der Aue” ausgewählt.
Realisierung 2015.
Mehr unter Galerie > Raumarbeiten.

Für die Akustikdecke der neuen Mensa in der Realschule Bad Kreuznach hat
der Entwurf “hin und weg” den 2. Platz belegt.
Mehr unter Galerie Raumarbeiten.

Der Entwurf “Gruppenkreise” wurde als 1. Preis für den eingeladenen Kunst am Bau Wettbewerb der Kinder-
tagesstätte “Rappelkiste” in Koblenz-Güls prämiert.
Realisierung 2014/2015.
Mehr unter Galerie Raumarbeiten.

Herzliche Einladung ins Offene Atelier!
Sonntag, den 28. September 2014
von 11 – 18 Uhr
Briedelerstraße 7 (Hinterhof)
50969 Köln

Einladung zum Kunst am Bau Wettbewerb
JVA + OLG München
Abgabe Mitte Dezember 2014.
Mehr unter Galerie Raumarbeiten.

Einladung zum Kunst am Bau Wettbewerb für die
Kita Rappelkiste in Koblenz-Güls.
Abgabe Anfang Oktober 2014.
Mehr unter Galerie Raumarbeiten.

Der Entwurf “Verbindung” ist für die Mehrzweckhalle
in Dittelsheim-Heßloch ausgewählt worden.
Fertigstellung November 2014..
Mehr unter Galerie Raumarbeiten.

An der Feuerwache Berlin Pankow ist der Fassadenentwurf “Schlauchreserve” erfolgreich
realisiert worden.
Mehr unter Galerie Raumarbeiten.

“Kunst am Bau, Projekte des Bundes 2006-2013″
Jovis-Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-86859-246-7
Darin großzügig dokumentiert ist das
Projekt “Vernetzung”, Forschungszentrum Jülich.

Einladung zum Kunst am Bau Wettbewerb für die
Integrierte Gesamtschule (IGS) Salmtal.
Abgabe Ende August 2014.

Sonntag, den 13.10. Offenes Atelier 11 bis 18 Uhr
im Rahmen des Zollstockers Kultursonntags
Briedeler Straße 7 (Hinterhof)
50969 Köln-Zollstock

Der Entwurf “Schlauchreserve” ist als 1. Preis für den eingeladenen Kunst am Bau Wettbewerb der Feuerwache Berlin-Pankow prämiert worden.
Realisierung vorraussichtlich Frühjahr 2014.
Mehr unter Galerie Raumarbeiten.

Regina Kochs – Frank Rogge – Dieter Laue
am Sonntag 22. September 2013 von 11 bis 18 Uhr
Briedeler Straße 7 (Hinterhof)
50969 Köln-Zollstock

Einladung zum Kunst am Bau Wettbewerb für den Neubau der Polizeiinspektion Grafenau, Bayern
Abgabetermin 10. September 2013
Entwurf unter Galerie Raumarbeiten

Auswahlverfahren für Kunst am Bau am Neubau der Feuerwache Berlin – Pankow.
Einladung durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Berlin.
Abgabetermin Ende August 2013
Mehr unter Galerie Raumarbeiten.

18. Tag der Architektur in NRW
Erstmals öffnet das Forschungszentrum Jülich seine Türen: Sonntag, den 30. Juni 2013 von 10 bis 18 Uhr
Voranmeldung unter
www.fz-juelich.de/tagderarchitektur2013
Mehr unter Galerie Raumarbeiten.

Aus dem Wettbewerb für die Treppenhausgestaltung der Polizeiinspektion Ansbach, ist die Arbeit “Lichtungen” als 1. Preis hervorgegangen.
Zum Abschluss des Generalumbaus ist die Arbeit
2012 realisiert worden.
Mehr unter Galerie Raumarbeiten.

Im Verlag Die neue Sachlichkeit ist das Buch Regina Kochs, Kreisräume und Liniendichten mit einem Text von Ulli Seegers erschienen. Auf 72 Seiten ist die aktuelle Malerei von Regina Koch zu sehen.
www.neue-sachlichkeit.com
ISBN 978-3-942139-03-8 (16,80 Euro)

Die Wandgestaltung “Grünfelder” für die Bürgerhalle der Gemeinde Halsenbach / Hunsrück ist fertiggestellt.
Mehr unter Galerie Raumarbeiten.

Der Wettbewerbsbeitrag “Vernetzung” ist mit dem
1. Platz ausgezeichnet worden.
Heute konnte die Gestaltung auf der Außenfassade abgeschlossen und das Kunstwerk übergeben werden.
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Alles fließt – verschlungene Wege
Ausstellungsdauer: 20. Februar – 20. März 2011
Öffnungszeiten: Donnerstag 11-18 Uhr und Sonntag 16-18 Uhr und nach Vereinbahrung
Galerie Hirtengasse, Hirtengasse 3, 90443 Nürnberg
Mehr unter Galerie Raumarbeiten.

Der WDR nimmt mit seinen Hörspielstudios 6+7
am Tag der Architektur am 2. + 3. Juli teil.
In diesem Rahmen ist auch die 2010 entstandene Wandarbeit “Schwingungen” zu sehen.
Führungen jeweils um 14 und um 15 Uhr im Funkhaus Wallrafplatz 5, 50667 Köln mit max. 30 Personen.
Mehr unter Galerie Raumarbeiten.

Die Köln-Düsseldorfer hat Ihr neues Schiff
MS Rhein Fantasie getauft und in Betrieb genommen.
Im innenliegenden Treppenhaus ist die Wandarbeit “Wasserlinien” zu sehen.
Mehr unter Galerie Raumarbeiten.

Köln Süd offen – Offenes Atelier
Samstag, den 30. April 2010
von 16 bis 18 Uhr
Sonntag, den 1. Mai 2010
von 14 bis 18 Uhr

Briedeler Straße 7 (Hinterhof) 50969 Köln-Zollstock

“Schnitt durch die Landschaft” hat beim Wettbewerb zur Ausgestaltung von 4 Sitzungssälen im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz in Berlin den 3. Platz belegt.
Alle Beiträge werden vom 26.3 bis zum 9.4.2009 in Berlin ausgestellt.
Mehr unter Galerie Raumarbeiten.

Götz Sambale und Regina Kochs im Stapelhaus
Eröffnung 14.Januar 2009, 20 Uhr
Begrüßung: Angela Spizig, Bürgermeisterin
Ausstellungsdauer 15.Januar – 13.Februar 2009
Öffnungszeiten Mo – Fr 10-13 + 14-17 Uhr,Di bis 19 Uhr
Stapelhaus, Eingang Mauthgasse 50667 Köln
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Featured Projects

Lebenslinien

By Regina

On 18, Jan 2018 | In | By Regina

Lebenslinien

Wandmalerei – Fries
JVA Chemnitz, Offener Vollzug
Eingeladener Wettbewerb 2018

Im offenen Vollzug der JVA Chemnitz sind weibliche und männliche Inhaftierte und inhaftierte Mütter mit ihren Kindern in jeweils einem eigenen baulichen Flügel untergebracht. Miteinander verbunden sind diese drei Bereiche über ein zentrales Foyer. Dieser Raum bildet die „Piazza“, die Herzkammer des zweigeschossigen Neubaus. In der Anstalt können sich die Gefangenen weitgehend frei bewegen. So wird das Foyer zum Treffpunkt und Sammelpunkt, zum Bewegungsraum mit lebendiger Kommunikation, zum Übungsraum und Übergangsraum für ein offenes Verhältnis zur Gesellschaft.

Wie auf einer Piazza findet im Foyer Austausch und Kommunikation statt, hier wird Gemeinschaftsfähigkeit geübt. Künstlerische Idee ist es, das Zusammentreffen der individuellen Lebenswege, die Begegnungen und Verbindungen als “Lebenslinien” auf einem umlaufenden Band zu spiegeln und so auch den Platzcharakter, den Treffpunkt räumlich zu stärken.

Foyer: Die Emporen sind über die Stirnwände hinweg malerisch durch ein mattes graues Band miteinander verbunden. Hier bewegen sich innerhalb der klaren und strengen Architektur freie bunte Linien. Ein Bild für vernetzte Beziehung, Verbindung und ein buntes, vielfältiges Miteinander von individuellen Lebenswegen.
Die glänzenden Linien mit jeweils eigener Farbe nehmen auch das Grün des Flur-Farbkonzeptes mit auf. Durch eine cremeweiße Lichtkante und eine dunkelgrüne Schattenkante heben sie sich leicht plastisch ab.
Lichthof: Im Mutter Kind Bereich ist das Thema des Foyers spielerisch zitiert: Zwei Linien verlaufen fließend im unteren Bereich der Glasflächen und rahmen das “Bild” des Lichthofes ein. Die Bänder spiegeln Kleinkind-gerecht in Höhe, Bewegung und Anzahl die Mutter Kind Verbindung. Beständigkeit und Verlässlichkeit sind, mit dem Finger nachfahrend, haptisch erlebbar.

Modellfotos: Regina Kochs

Weitsicht

By Regina

On 06, Nov 2017 | In | By Regina

Weitsicht

Rauminstallation, Universität Straubing,
Lehrstuhlgebäude des Wissenschaftszentrums
Eingeladener Wettbewerb 2017

Das neue Lehrstuhlgebäude befindet sich in einem ehemaligen Stadtkrankenhaus aus dem 17. Jahrhundert. Ein Dachreiter verbirgt unter sich einen sechseckigen, ca. dreigeschossig hohen Raum, belichtet von vier kleinen Fenstern. Umlaufende Gesimse gliedern die Raumhöhe. Das Hexagon ist Teil eines Flures, ist Durchgangsraum, weiter Luftraum und Leerraum, ist ein ganz eigener geschlossener Kosmos. Für die Lehrenden, Forschenden und Studierenden ist eine künstlerische Gestaltung im Hexagon gewünscht. Thema sind die Nachwachsenden Rohstoffe in ihrer Wertschätzungskette, in wirtschaftlichen, ökologischen und politischen Aspekten.

Grundidee des Entwurfes ist es, Aspekte der globalen Zusammenhänge beim Thema Nachwachsende Rohstoffe spürbar zu machen. Der Entwurf „Weitsicht“ hält im täglichen Uni -Tempo den Blick für einen Moment fest, unterbricht den funktionalen Flurraum und schafft einen Augenblick der Weitsicht. Er motiviert die Lehrenden, Studierenden, Forschenden, den Blick vom Kleinen auf das Ganze zu richten.

Die Arbeit „Weitsicht“ bespielt den Raum zweiteilig:
Vier Spiegelflächen in den Nischen …
- lassen die Flurnutzer innehalten, ziehen sie in ihren Bann, öffnen die Blicke in eine unendliche Weite.
- multiplizieren die Bewegung des Einzelnen.
- schaffen durch Reflexionen Intensität und Fülle.
- ermöglichen gleichzeitig verschiedene Perspektiven.
- leiten mit ihren matten Flächen in die Wandmalerei.
Die Malerei auf den Wandflächen …
- fasst in geschichteten, umlaufenden Farbbändern, durch wachsende Ringe, den Raum zusammen.
- füllt leeren Turmkosmos mit der ganzen Welt an.
- greift die Tradition von Wandmalerei auf.
- integriert die horizontalen Gesimse in die Malerei.

Das Zusammenspiel der Spiegel-/Reflexionsflächen und Malerei-/Erdflächen eröffnet einen weiten gedanklichen Horizont, in dem sich die Betrachter selber wieder finden. Was hat der Einzelne bei der Erforschung Nachwachsender Rohstoffe im Blick? Was kann er in seiner eigenen „Weitsicht“ berücksichtigen? Die verschiedenen Reflexionen spiegeln überdies im übertragenen Sinne die Möglichkeit, wissenschaftliche Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Und die vielen farbigen Linien verbildlichen die komplexe Verbindung der Kontinente untereinander und stellen malerisch die dichten, vielschichtigen globalen Zusammenhänge dar.

Entwicklung

By Regina

On 06, Sep 2017 | In | By Regina

Entwicklung

Rauminstallation, Universität Leipzig,
Erziehungswissenschaften BWZ
Eingeladener Wettbewerb 2017

Auf dem Campus Jahnallee der Universität Leipzig ist ein Neubau der Fakultät Erziehungswissenschaft entstanden. Der Standort für die Kunst am Bau ist frei wählbar. Das Foyer des Neubaus ist ein prägnanter Raum. Mit klarer, großzügiger und heller Architektur ist es ein „Durchgang“ vom Außenraum in den Innenraum. Verstärkt wird die Raumflucht durch die unterschiedlichen Oberflächen der Seitenwände und durch die gläsernen Stirnwände, die den Blick in die Weite ermöglichen. Das Foyer ist ein Weg, eine Passage, ein Treffpunkt, ist Interaktionsraum.

Erziehung findet in theoretischer Reflexion und praktischer Übung, in Autonomie und Gebundenheit, in Bindung und Loslassen, in Begleitung und Führung, Lernen und Lehren, in Interaktion statt. In dialektischen Spannungsfeldern bewegt sich die Entwicklung zur Persönlichkeit.

Die Idee ist es, Entwicklung sichtbar zu machen und das gesamte Foyer als Spannungsfeld, als Erfahrungsfeld von Entwicklung zu begreifen.

Die zweiteilige Arbeit besteht aus zwei, den gesamten Raum über beide Etagen begleitenden, großzügigen Linien. Sie stellen Entwicklungen in verschiedenen Stadien an den Wandflächen gegenüber: Einerseits Wachstumsmöglichkeiten im Verborgenen und andererseits eine offene liegende Entfaltung. In diesem räumlichen und inhaltlichen Spannungsfeld bewegen sich Besucher, Studenten und Lehrende. Mit ihrer eigenen physischen Bewegung erschließen sie die raumgreifende Installation, fügen Linienteile zum Ganzen und bewegen sich selbst im Spannungsfeld zwischen den dargestellten Entwicklungsmöglichkeiten.

Ein Glasstreifen stellt vor der Sichtbetonwand in schlichter, unaufgeregter Bewegung den Aspekt der angelegten, noch zu entwickelnden Möglichkeiten dar. Die farbigen Anlagen, Fähigkeiten, Möglichkeiten sind leicht verdeckt im Verborgenen und doch schon deutlich erkennbar. Auf der gegenüberliegenden Seite lassen Aussparungen in den Wandpaneelen den Blick auf einen vielfarbigen Metallstreifen mit einer schwingenden, vitalen Bewegung frei. Hier ist der Aspekt des Lernens, der Entwicklung, des Wachstums dargestellt. Es hat eine “Freilegung”, eine Entwicklung stattgefunden. In schmalen, eingelassenen Spiegeln reflektiert der Betrachter sich selber und durch die eigene Bewegung wird er selbst zum Akteur im Spannungsfeld zwischen den Entwicklungsmöglichkeiten.

Modellfotos: Regina Kochs

Naturkräfte

By Regina

On 05, Okt 2016 | In | By Regina

Naturkräfte

Farbkonzept und Wandmalerei
Emanuel-Felke-Gymnasium, Bad Sobernheim
Realisierung 2016

In der Schule findet physisches und geistiges Wachstum statt. Voraussetzung für gesundes Wachstum sind gesunde Selbstheilungskräfte. Die Naturelemente Licht, Luft, Wasser und Lehm sind Ausgangspunkte für die Wandmalerei „Naturkräfte“.

Die Gedanken und Heilmethoden des Emanuel Felke, nach dem die Schule in Bad Sobernheim benannt ist und der als Vater der Komplex-Homöopathie gilt, sind Grundlagen der heutigen alternativen Medizin und Naturheilkunde: Mit ausreichend Licht- und Luftkuren, mit Wasser- und Lehmbädern findet ein gesundes, kräftiges Wachstum statt und alle Selbstheilungskräfte des Körpers werden aktiviert.

„Naturkräfte“ beinhaltet ein gesamträumliches Farbkonzept und vier auf die Etagen verteilte Wandmalereien. Um dem ganzen Raumgefüge eine Klarheit zu geben ist die über alle Geschosse durchlaufende vertikale Treppenhausstirnwand in ein kräftig Grün getaucht. Grün als Farbe des Wachstums, als Farbe der Natur. Auf farbigen Wänden sind die vier Naturmotive gemalt. Im Untergeschoss häuft sich ein brauner Lehmstapel, im Erdgeschoss sammelt sich eine blauschattierte Wasserfläche. Im 1. Obergeschoss steigen weiße Luftblasen empor und vermitteln in die Höhe zum 2. Obergeschoss, wo warme gelbe Lichtpunkte von der Decke leuchten. Die Malerei verleihen jedem Geschoss sein eigenes, individuelles Gesicht und räumlich Orientierung.
Der Entwurf „Naturkräfte“ verbildlicht das Erbe des Emanuel Felke und macht das Zusammenwirken von Lehm, Wasser, Luft und Licht raumgreifend erlebbar.

Fotos: Regina Kochs

Ausblicke und Einblicke

By Regina

On 05, Jun 2016 | In | By Regina

Ausblicke und Einblicke

Stahlskulptur Entwurf, Universität Bayreuth
Eingeladener Wettbewerb 2016
In Zusammnearbeit Lill+Sparla, Landschaftsarchitekten

Der erhöhte Ort vor dem Labor- und Praktikumsgebäude bietet weite Ausblicke, die Forschung im Gebäude Einblicke. Der Entwurf „Ausblicke und Einblicke“ verdeutlicht diese Blickbeziehungen.

Der Trichter steht als Bild für kraftvolle Bündelung, für Verdichtung wissenschaftlicher Einblicke. Als Megaphon oder Sirene ist der Trichter ein Bild für weite Ausstrahlung, Sendung, Vermittlung. Drei Variationen gehen in Anzahl und Ausrichtung auf den Städtebau ein. Mit ihren Öffnungen laden sie ein, ziehen den Blick auf sich und entwickeln mit ihrer gekippten Form und starker Farbwirkung einen Sogeffekt. Die Trichter sind im oberen Bereich des Hangs platziert, sodass von der tiefergelegenen Straße aus die perspektivische Überhöhung genutzt wird.

Der Haupteingang erhält so einen weithin sichtbaren Blickfang, dessen Farbflächen auch nachts beleuchtet sind. Unzählige, in sich überlagerte Kreisbewegungen schaffen mit kräftiger Farbigkeit einen Einblick in eine räumlich tiefe malerische Linienstruktur. Wie farbige Kabelverbindungen stehen sie für Energietransport, Gedankenwege und die vielfältigen Verbindungen innerhalb verschiedener Forschungsdisziplinen. So lebt die Skulptur „Ausblicke und Einblicke“ von der Spannung zwischen ihrer klarer Formensprache und ihrer bewegten, vielschichtigen Malerei.

Roter Faden

By Regina

On 04, Jun 2016 | In | By Regina

Roter Faden

Stahlskulptur Entwurf, Universität Landau
Wettbewerb 2016

Die Universität ist ein Ort der Lehre, des Lernens, des Forschens. In allen Studienbereichen suchen sich die Studierenden und jede Lehrkraft eigene Studienschwerpunkte, eigene Ziele und individuelle Wege innerhalb des Campus.

Die Idee für den Entwurf der Skulptur ist das Bild des „roten Fadens“. Das Suchen und Finden nach dem eigenen roten Faden im Studium und in der Wissenschaft wird als weithin sichtbares Zeichen am Eingang des Campus künstlerisch zum Ausdruck gebracht. Über die vorhandene Stahlträgerkonstruktion wird eine rote Linie gelegt, die eine frei hängende Bewegung zeichnet.

Die Skulptur markiert durch ihre rote Signalfarbe das „Tor zum Campus“ und unterstützt die Fernwirkung der Eingangssituation. Von der Stadt aus führt die Wegerichtung direkt auf den Blickfang des „roten Fadens“ zu und leitet mit dem Richtungswechsel in den Campus hinein.

Die Skulptur hebt sich in Form und Farbe vom strengen Kontext der Konstruktion ab. Durch die scheinbare Leichtigkeit der Skulptur mit ihren Auf- und Abwärtsbewegungen bei gleichzeitiger metallschwerer Stabilität entsteht eine kraftvolle Spannung, die auch den Aspekt der Wechsel von Höhen und Tiefen während eines Studiums aufgreift.

fließen – gären – reifen

By Regina

On 03, Jun 2016 | In | By Regina

fließen – gären – reifen

Wandmalerei im Foyer und Treppenhäusern, Uni Freising
Internationales Getränkewissenschaftliches Zentrum Weihnestephan iGZW
Eingeladener Wettbewerb 2016

Ein wichtiges Forschungsgebiet des iGZW stellt die Brauwissenschaft dar. Hauptbestandteil aller Getränke ist Wasser, für die Bierbrauerei werden zusätzlich Hefe und die Getreide Hopfen und Malz verwendet. Kernidee des Entwurfes „fließen – gären – reifen“ ist es, Getränkebestandteile auf der einen und Aspekte wissenschaftlichen Arbeitens auf der anderen Seite zueinander in Bezug zu setzen.

fließen – Ohne Wasser kein Getränk – Ohne ruhigen Gedankenfluss kein wissenschaftliches Arbeiten.
Vor einem himmelblauen Hintergrund empfängt das Foyer seine Besucher mit einem blauen Farbverlauf aus leicht geschwungenen und verschieden breiten Farbstreifen. Die räumliche Tiefe der Wasserfläche vermittelt eine ruhig Weite, die der Konzentration für wissenschaftliches Arbeiten entspricht.
gähren – Kein Bier ohne Hefe –
Keine Wissenschaft ohne vorantreibende Ideen.

Bier braucht als Gärmittel Hefe. Ebenso treiben punktuelle, initialzündende Ideen die wissenschaftliche Forschung innovativ voran. Kreisflächen verteilen sich, variierenden in Größe und Gelbtönen, perlend über die Wandflächen. Sie stellen die mikroskopische Zellstruktur von unter- und obergäriger Hefe dar.
reifen – Kein Bier ohne reifes Getreide –
Keine wissenschaftliche Erkenntnis ohne Reifung.

Bier braucht für Wachstum und Reife das notwendige Getreide, genauso braucht jede wissenschaftliche Arbeit wachsende Erkenntnis um zu reifen Ergebnissen zu kommen. Eine Vielzahl von unterschiedlich grünen, frei verlaufenden und leicht bewegten vertikalen Linien stellt das wachsende Getreide dar.

Der Entwurf „fließen-gären-reifen“ spiegelt im Foyer die horizontale Bewegung der Besucher wider und begleitet in den beiden seitlichen Treppenräumen über alle drei Etagen zusammenhängend deren vertikale Bewegung. Durch physische und geistige Aktivität fügt sich das Gesamtbild des Kunstwerkes zusammen und eine klare räumliche Orientierung entsteht. Die wissenschaftlichen Bildbezüge unterstützen die Identifikation der Nutzer mit ihrem Gebäude.

Blickwechsel

By Regina

On 02, Jun 2016 | In | By Regina

Blickwechsel

Wandinstallation für die FHöV,
Fachhochschule für öffentliche Verwaltung,
Standort Köln,
Eingeladener Wettbewerb, 2. Platz

Die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung erhält in Köln einen Neubau. Hier werden Studierende im Bereich der Verwaltungsarbeit und Polizeiarbeit im dualen Studienmodell mit enger Verzahnung von Theorie und Praxis unterrichtet. Der Wechsel zwischen Studium und gleichzeitiger Berufstätigkeit ist Ausgangspunkt für den Entwurf „Blickwechsel“.

Vertikale Metallprofile stehen für die Präsenz vieler Individuen. Sie reihen sich nebeneinander auf und begleiten die Schritte der Studierenden. Die Gehbewegung ist durch einen sanft geschwungenen horizontalen Abschluss aufgenommen. Die gewählten Farben beziehen sich zueinander komplementär. Alle Vertikalen sind auf einer Seite in roten Farbtönen und auf der anderen Seite in grünen Farbtönen lackiert. In der Wahrnehmung verbinden sich die Vertikalen optisch zu einer einzigen Fläche. Es entstehen rote und grüne Farbenwelten.

Im Gehen lösen sich die einzelnen Farbstreifen aus der Fläche. Durch die Positionsveränderung der Besucher, bilden sich je nach Nähe und Winkel zur Installation mehr oder weniger dichte bzw. offene Liniendichten. Der durch Lernen und Berufserfahrung geänderte Blick, die Veränderung jedes Einzelnen und die Erkenntnis, dass die Sicht auf die Dinge vom jeweiligen Standpunkt, vom jeweiligen Erkenntnisstand abhängt, macht der Entwurf „Blickwechsel“ physisch konkret erlebbar. Das Hineintreten in die Hochschule ist sichtbar anderes, als das spätere Hinaustreten.

…sprossendes Gras

By Regina

On 16, Jun 2015 | In | By Regina

…sprossendes Gras

Wandmalerei, Grundschulmensa in Neustadt/Wied
Realisierung Sommer 2015
unter Mithilfe von Olivia Ockenfels

Die Grundschule in Neustadt/Wied hat eine neue Mensa. Den freundlich, hellen Mensaraum erreicht man über einen mit leuchtend, grünem Linoleum ausgelegten Flur. Viele Fenster öffnen den Blick in das grüne, weitläufige Wiedtal.

Die Grundschule ist ein Ort wo Kinder geistig und körperlich wachsen. Als Bild für dieses Wachstum ist das „… sprossende Gras“ gewählt. Gras steht für stetiges, schnelles Wachstum, für Frische und Lebendigkeit, für ein „sich dem Himmel Entgegenstrecken“. Bei einer Grasfläche ist jeder einzelne Grashalm so wichtig wie die Gemeinschaft aller Halme zusammen. In der Grundschule erhalten diese Aspekte ihren passenden Bezug.

Mit leicht glänzenden Latexfarben werden die überlebensgroßen, grünen Grashalme personifiziert. Die Kinder erleben sich inmitten der Grüntöne. Sowohl helle, als auch dunklere Halme stehen neben- und hintereinander und erzeugen einen tiefer Bildraum. Die grünen Halme verbinden den Innenraum mit der umliegenden Natur und holen den Außenraum in den Innenraum. In zart hellblauer Farbe ist der Himmel als Hintergrund in matter Farbe gemalt, so dass sich davor das „…sprossende Gras“ glänzend abhebt.

Fotos: Regina Kochs + Olivia Ockenfels

Lagerfeuer

By Regina

On 26, Feb 2015 | In | By Regina

Lagerfeuer

Stahlskulptur, Jugendherberge Leutesdorf am Rhein
Eingeladener Wettbewerb 1. Preis
Realisierung 2015
In Zusammenarbeit mit:
Metallbaufirma Rewesta, Düren

Direkt am Rhein liegt die neu gebaute Jugendherberge Leutesdorf. Horizontal fließt der Rhein als breiter Strom durch sein Flussbett und daneben erhebt sich die weithin sichtbare signifikante Skulptur “Lagerfeuer” vertikal in die Höhe. Farbig, feurig und leuchtend markiert die künstlerische Arbeit den Ort.

Zum Wettbewerb „Jugendherbergen verbinden und schaffen Gemeinschaft“ ist das Bild des Lagerfeuers als ein bekanntes Bild für Gemeinschaft gewählt worden: In abendlicher Runde um das wärmende Feuer sitzen, gemeinsam singen, erzählen, Stille erleben. Hier verbinden sich unterschiedliche Menschen miteinander.

Verschieden lange und geschwungene Rundstahlrohre bilden die Form des Lagerfeuers. Sie erwachsen aus dem vorgegebenen Standort, der Brüstung der Außenaufzugsanlage. Über dem freizulassende Luftraum laufen die Feuerlinien zusammen, verbinden und überkreuzen sich und weiten sich zum Himmel hin wieder auf. Die Stahllinien stellen bereits an sich eine verbindende Gemeinschaft dar. Zusätzlich wird in leuchtenden Farbabstufungen von Gelb über Orange bis ins Rot die Farbigkeit des Feuers aufgenommen. In Dunkelheit verstärkt eine Beleuchtung von unten das Bild des Feuers.

Mit der Skulptur „Lagerfeuer“ gewinnt die räumliche Situation zwischen alter Klostermauer und Haupteingang eine deutliche Markierung und einen weit über das Rheintal sichtbaren, anziehenden, vertikalen Blickfang.

Entwurfsabbildungen: Regina Kochs

Licht und Schatten

By Regina

On 31, Jan 2015 | In | By Regina

Licht und Schatten

Kunst im Lichthof
München Stadelheim
Eingeladener Wettbewerb 1. Preis
Realisierung 2015
In Zusammenarbeit mit
Fa. Regler GmbH, Foliendruck, Altenstadt/WN
Katharina Hochhaus, Bildhauerin, Köln

Auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim ist ein Gerichtssaal des Oberlandesgerichts für Hochsicherheitsprozesse neu gebaut worden. Der angrenzende Lichthof stellt einen von oben belichteten, höhlenartigen Raum dar, der keine Nutzfunktion hat. Hier ist die Kunst am Bau Installation „Licht und Schatten“ platziert. Die zweiteilige Arbeit bespielt die Betonwand und die Glasflächen.

In Anspielung auf Platons Höhlengleichnis wird die „Betonwand“ zur Projektionsfläche von Leben, von Wirklichkeit oder scheinbaren Wirklichkeiten und von deren Suche. Ein horizontales, farbiges Liniengeflecht verweist auf die Fülle der Erlebnisebenen, Lebensabschnitte, der Lebenseinflüsse. Die „Glasflächen“ zum Gerichtssaal sind mit einem weißen, ruhigen, durchscheinenden Schleier überzogen. Weite Schwünge stellen freie „Gedankenwege“ dar, lassen Durchblicke frei. Der Lichthof selber bleibt konsequent leer. Die Leere wird zum Sinnbild für die Suche nach Wahrheit.

Die Entwurfsidee behandelt das Thema der Wahrheitsfindung: In der Sprache des Höhlengleichnisses geht es um die Entschlüsselung der Schattenbilder, um die Idee das Gute zu finden, die Wirklichkeit zu erkennen. Aus der Perspektive des Gerichts werden Zusammenhänge erst durch nähere Betrachtung klarer und sichtbarer. Die künstlerische Umsetzung macht physisch erlebbar, dass die Sicht auf die Dinge vom jeweiligen Standpunkt und/oder Erkenntnisstand abhängt. Denn dadurch, dass sich der Besucher in dem Gerichtsraum bewegt und seine Position verändert, lässt die „radierte“ Zeichnung vom Gerichtssaal aus unterschiedliche Durchblicke auf die bunte Betonwand frei. Je näher man der Glaswand kommt, desto mehr Durchblick bietet sich auf die farbige Liniendichte.

Die Arbeit „Licht und Schatten“ thematisiert im Lichthof die Gleichzeitigkeit von abgebildeten Lebensfarben. Sie verbildlicht die in jedem Strafprozess stattfindende Suche nach ebenjenem Licht und Schatten, nach einer Wahrheit, die unterschiedliche Perspektiven einbezieht.

Entwurfsabbildungen Regina Kochs

Gruppenkreise

By Regina

On 14, Nov 2014 | In | By Regina

Gruppenkreise

Farbkonzept mit Fenstergestaltung
Kindertagesstätte Koblenz-Güls
Eingeladener Wettbewerb 1. Platz
Realisierung 2014/2015
In Zusammenarbeit mit
Johannes Rauland, Malermeister, Koblenz
Fa. Regler GmbH, Foliendruck, Altenstadt/WN

„Gruppenbildung und Wachstum“ ist das Thema der künstlerischen Arbeit „Gruppenkreise“. Die Glaskunst und räumlicher Farbgestaltung betont kindgerecht die Eingangssituation des neuen Anbaus der Kindertagesstätte in Koblenz-Güls.

Großzügige Glasflächen öffnen das Foyer zum Licht. In dieser hellen und freundlichen Spielfläche entwickelt sich jedes Kita-Kind in der Gruppe und in der Gemeinschaft weiter. Die Glasflächen werden zu Projektionsflächen dieses Wachstums, denn in der künstlerischen Gestaltung verbinden sich einzelne farbige Kreise spielerisch zu einer wachsenden Gruppe. Überschneidungen, Verbindungen, Überlagerungen schaffen ein vielschichtiges Farbenspiel. Die bedruckte und partiell weiß hinterlegte Transparentfolie, bildet außerdem einen Sichtschutz. In der Außenansicht führen die weißen Kreisflächen prägnant das Weiß der Putzfassade weiter.

Als Windfang ist ein Kubus in die Fassade eingestellt. Er wird durch ein kräftiges Rot signifikant als rotes „Eingangstor“ hervorgehoben. Somit entsteht eine klare Orientierung und farbliche Verbindung zu den roten Altbaufenstern.

Die gegenüberliegende Flurwand erhält einen leuchtend gelbgrünen Anstrich. Und bildet mit dem roten “Eingangstor” und den grünen “Gruppenkreisen” eine räumliche Einheit.

Fotos: Regina Kochs

hin und weg

By Regina

On 10, Nov 2014 | In | By Regina

hin und weg

Digitaler Deckenentwurf für den Mensa Neubau
Realschule Plus Bad Kreuznach
Eingeladener Wettbewerb 2. Platz

Der Neubau der Mensa wird mit einer Akustikdecke überspannt. Weiße Binder teilen die Decke in 8 Felder, die wiederum in je 20 rechteckige Teilflächen unterteilt sind. Ausgehend von der grünen Speiseausgabe steigt die Decke schräg auf, hin zu einer horizontal gegliederten Fensterfläche. Die Außenfassade ist mit rotbraunen Fassadenplatten verkleidet. Beleuchtet wird die Mensa hauptsächlich durch 16 große, scheibenartige flachzylindrische Pendelleuchten, die über die Decke verteilt sind.

Die Akustikdecke in der Mensa der Realschule Plus in Bad Kreuznach soll mit einem künstlerischen Entwurf bedruckt werden. Hierzu wird ein digitaler Entwurf entwickelt der unter Einbeziehung des architektonischen Farbkonzeptes den Raum erweitert und dem schulischen Ort entspricht.

Rein in die Mensa – Pause, Treffen, Essen, Verweilen – Raus aus der Mensa. Eine Mensa ist ein Ort der Versammlung, der Kommunikation, der Verbindung, der Pause vom Unterricht. Die Schüler gehen hinein, Essen gemeinsam und gehen wieder hinaus. Meine Idee ist es dieser Bewegung eine Form zu geben und auf die Decke zu spiegeln.

Großzügige, ruhige Schlaufen zeichnen auf der Akustikdecke den Weg, die Bewegung der Schüler in Ihrer Mittagspause nach: Die beginnende, nahezu grade Linie beschreibt die Bewegung in den Raum hinein zur Speisetheke. Weiter stellt die sich schließende runde Bewegung das sich Setzen, Essen und Verweilen dar. Und die auslaufende Linie führt aus dem Raum wieder heraus. Durch freie Wiederholung dieser Bewegung und in abgestufter Farbigkeit entsteht ein ruhiges malerisches Deckenbild.

Die Bewegungen werden über die gesamte Deckenfläche geschrieben und füllen die Proportionen des Raumes ganz aus. Am unteren Bereich der Akustikdecke, entlang der Theke, dort wo am meisten Verdichtung im Raum stattfindet, dort verdichten sich auch die Farbüberschneidungen. Die durch die Schwünge entstehenden Schlaufen richten sich zur Fensterfläche. Dort bleibt somit eine durchgehend freie Fläche erhalten. Die runden Formen der Schlaufen, nehmen zudem die runde Form der großen Pendelleuchten mit auf.

Die Grundfarben der Bewegungen orientieren sich an der grünen Theke, an den rötlichen Fassadenplatten und werden durch ein verbindendes, freundliches Gelbgrün ergänzt. Jede dieser Farben wird mehrfach ausgeführt und in farblicher Intensität abgestuft. Hierdurch und durch Überlagerungen wird eine farbliche Differenzierung und räumliche Tiefe erzeugt. Die Decke ist in einer „himmelblauen“ Grundfläche gehalten. Die gesamte Decke wird so als eine ganze, großzügig durchgehende Fläche wahrgenommen. Auch schafft sie einen Bezug zur Aussicht in den Himmel.

Die reduzierte Linienführung nimmt das Thema Bewegung auf und zeigt gleichzeitig durch ihre Großzügigkeit und warme Farbigkeit die gewünscht „hin und weg“ beruhigende Wirkung.

Verbindung

By Regina

On 09, Nov 2014 | In | By Regina

Verbindung

Fassaden- und Foyermalerei
Mehrzweckhalle Dittelsheim-Heßloch
Realisierung 2014
unter Mithilfe von
Katharina Hochhaus, Bildhauerin Köln

In der geographischen Mitte der rheinhessischen Ortsgemeinde Dittelsheim-Heßloch steht für sportliche und kulturelle Veranstaltungen eine Mehrzweckhalle. Die Gemeinde hat eine lange Geschichte. Der Ortsteil Dittelsheim und der Ortsteil Heßloch haben sich über Jahrhunderte nebeneinander entwickelt. Ende der 60er Jahre erfolgte die Zusammenlegung.

Die Grundidee für die Fassadenmalerei ist im Entwurfstitel formuliert: Die Malerei verbildlicht die „Verbindung“ der beiden Ortsteile und die geographische Lage der Halle in der Mitte des Ortes. Hier verbinden sich die Menschen gemeinsam zu ihren Aktivitäten, kommen zusammen, feiern, treiben Sport oder machen Musik.

Aus zwei Richtungen führen kräftig rote Wegestränge, bestehend aus einer Vielzahl von Linien mit unterschiedlichen Längen, in leichten Bewegungen zum Eingang hin. Hier weitet sich die Linienbewegung aus, um mit dieser sich öffnenden Geste in den Eingangsbereich einzuladen. Im Inneren, dem Foyer, führen die Wegestränge weiter. Zum einen wird die rote Farbe auf dem Boden als „roter Teppich“ zu „einem Weg“ zusammengeführt. Zum anderen verweben sich an den Wänden die in Beige weitergeführten Linien. Sie heben sich durch ihre exakte Ausführung von dem teils sehr groben Sichtbeton ab. Das Farbkonzept findet seinen optischen Abschluss im roten Bühnenvorhang. Aus unterschiedlichen Ortsteilen kommend, wird in der Halle Verbindung in Gemeinschaft gelebt.

Fotos: Regina Kochs

Schlauchreserve

By Regina

On 02, Jul 2014 | In | By Regina

Schlauchreserve

Fassandenmalerei Feuerwache Berlin-Pankow
Eingeladener Wettbewerb 1. Platz
Realisierung Mai 2014
In Zusammenarbeit mit
Jochen Schumacher, Malermeister, Berlin

Als Grundlage des Entwurfes „Schlauchreserve“ für den Neubau der Feuerwache Berlin-Pankow dient die Arbeit der Feuerwehr, die klare Ordnung angesichts situativer Unberechenbarkeit und disziplinierter Ruhe bei schnell zu sichtendem Chaos erfordert. Die Fassadenmalerei besteht aus zwei Teilen: Im Eingangsbereich werden Ordnung, Struktur, Ruhe und Wiederholung und auf der seitlichen Giebelwand das zu lichtende Chaos dargestellt.

Am Eingang stapelt sich eine gelbe Linie auf blauem Grund. So wie im Löschfahrzeug die gesamte Ausstattung exakt sortiert und jeder kleinste Platz ausgefüllt ist, so füllt die Linie wie ein ordentlich übereinander gelegter Schlauch die ganze Wandbreite aus. Es ist ein Sinnbild für Ordnung, Struktur und ruhige Konzentration in der Feuerwache. Parallel zur Straße, nimmt der „Schlauchstapel“ die horizontalen Straßenbewegungen auf. Der gesamte hellblau akzentuierte Eingangsbereich nimmt Bezug zum Löschmittel Wasser und lädt mit seinen freundlich hellen Farben in das Gebäude ein.

Ein kleines Schlauchende auf der Straßenfassade weist auf die Giebelwand. Hier entfaltet sich eine spielerische Betrachtungsweise zum Thema Chaos. Mit einer Aneinanderreihung von farblich leicht nuancierten Schläuchen ist eine freie Bewegung gezeichnet. Sie stellt die tägliche Herausforderung der Feuerwehrleute dar, zum Teil chaotische Situationen schnell zu sichten. Auch zeigt sie den Teamgeist, denn viele Schlauchteile reihen sich zu einem Ganzen zusammen, so wie nur Hand in Hand die Arbeit erfolgreich sein kann.

Fotos: Regina Kochs

Holzstapel

By Regina

On 02, Jul 2013 | In | By Regina

Holzstapel

Wettbewerbsbeitrag, Polizeiinspektion Grafenau
Eingeladener Wettbewerb 2013

Für das zentrale Treppenhaus im Neubau der Polizeiinspektion Grafenau ist der Wettbewerbsbeitrag „Holzstapel“ mit der Aufgabe entstanden, den Heimatbezug und das Wohlgefühl zu steigern. 40 große, glatte Kreisflächen füllen in individueller Farbgebung die gesamte Treppenhausstirnwand.

Der Entwurf “Holzstapel“ greift verschiedene Aspekte der Polizei Grafenau auf. Er spiegelt die Vielzahl verschiedenfarbiger “heimischen Hölzer“ und unterschiedliche“ Baumquerschnitte im Nationalpark Bayrischer Wald, dem Zuständigkeitsbereich der Polizei Grafenau. Die individuellen Kreisgrößen und Kreisfarben veranschaulichen die unterschiedlichen Arbeitsbereiche der Polizei und greifen die Anzahl der 40 Beschäftigten auf. Zudem steht die Kreisform für Eindeutigkeit und Konzentration. Unerlässliche Eigenschaften der Polizeiarbeit.

Mit ihrer vertikalen Gestaltung über alle Etagen unterstützt der Kunst am Bau Beitrag die Wahrnehmung der lichtdurchfluteten Höhe im Treppenraum. Die warmen, nuancierten Farben vermitteln zwischen dem schwarzen Boden und der weißen Decke. Durch die glatten, farbigen Flächen wird eine kraftvolle, klare Ergänzung zum kühlen und robusten Sichtbeton geschaffen. Insgesamt wird in Form und Farbe ein wohliger Raumcharakter geschaffen.

Black Box

By Regina

On 02, Jan 2012 | In | By Regina

Black Box

Wettbewerbsbeitrag, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Berlin 2012

Im Bundesministerium für Bildung und Forschung sollen die umlaufenden Außenwände des Konferenzzentrums gestaltet werden. Der eingestellte Raumblock liegt im Herzen des Gebäudes und hat Sicht zur Spree und zum Innenraum des Ministeriums.

Grundidee des Entwurfes ist die eingestellte Black Box: Symbol für einen leeren Raum, in dessen Zentrum die Konzentration auf das freie Wort steht, die souveräne Rede, den innovativen Vortrag, die individuelle Vermittlung, die offene Diskussion miteinander. Unabhängiges freies Denken ist die Grundlage für jede erfolgreiche Bildung und Forschung. Der Gedankenfluss wird auf die Außenseite der Black Box projiziert und spiegelt gleichzeitig das Flussmotiv der Spree wider.

Black Box – Das Schwarz umfasst alle vier Wandseiten des Konferenzzentrums, hebt den Raumkörper dadurch deutlich sichtbar hervor und lässt den Umraum größer und weiter wirken. Der architektonische Gedanke vom eingestellten Raum im Raum wird künstlerisch aufgegriffen und überhöht. Der Konferenzraum bekommt ein unverwechselbares Gesicht und schafft eine klare räumliche Orientierung.

Gedankenfluss – Der freie Redefluss im Inneren des Konferenzraumes wird auf die Außenwand der Black Box gespiegelt. Verschiedene Gedanken, Sichtweisen, Meinungen und Einflüsse bewegen sich endlos umlaufend, in verschiedenfarbigen, leuchtend glänzenden Linien vor dem schwarzen matten Raumkörper. Die Konzentration im Inneren wird sichtbar nach Außen gebündelt. Gleichzeitig entsteht die Assoziation an einen Fluss, an das fließende Wasserliniengeflecht der Spree, das man durch die Foyerfenster erlebt. Die Farbintensität der vielfarbigen Bänder verbindet sich mit der vorhandenen Farbigkeit des gesamten Raumes, vom grünen Natursteinboden bis zur hölzernen Türe. Die klare strenge architektonische Struktur erlaubt auf der schwarzen Black Box einen Freiraum für sinnliches Erleben im Gedankenfluss.

Vernetzung

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On 19, Mai 2011 | In | By Regina

Vernetzung

Fassadengestaltung im Forschungszentrum, Jülich
Eingeladerner Wettbewerb 1. Platz
Realisierung 2011
In Zusammenarbeit mit
Ralf Eckhoff, Maler + Designer, Leverkusen

Für die German Research School for Simulation Sciences (GRS) soll eine künstlerische Arbeit entwickelt werden, die sich auf das neue Gebäude bezieht und die dort geleistete Arbeit künstlerisch reflektiert. Die zu gestaltende zweigeschossige Wand der Außenfassade ist von zwei übereinanderliegenden schmalen Fenstern unterbrochen und eingerahmt zwischen einer leuchtend orangen Wandscheibe und einem gläsernen Eingangsbereich.

Vernetzung betitelt die Grundidee des künstlerischen Entwurfes: Das Studium an der GRS „vernetzt“ Elitestudenten aus verschiedenen Fachdisziplinen und führt sie aus aller Welt zusammen. In höchster Konzentration werden gemeinsam komplexe Gedankenmodelle für Simulationen entwickelt, in Programmen zusammengefasst und dann an einem der wenigen weltweit größten privat genutzten Supercomputer gerechnet.

Der Kreis ist Symbol für das Ganze, das Umfassende, das Komplexe – für äußerste Konzentration. In Jülich symbolisiert er auch das Zusammenkommen der Studenten aus aller Welt. Formal nimmt der Kreis die Rundung des Daches auf, ist an einer Seite angeschnitten und leitet in das Innere des Gebäudes hinein. Der Kreis hat eine ruhige, erdige Grundfarbe, die eine selbstverständliche Symbiose mit der seitlich vorhandenen orangen Wandfarbe eingeht.

Ein Netz ist dem Kreis eingeschrieben. Gedankenstränge aus unterschiedlichen Fachdisziplinen der Natur- und Ingenieurswissenschaften werden in der GRS zusammen geführt. Verschiedenste Persönlichkeiten aus allen Himmelsrichtungen “vernetzen“ sich im Studium der Simulation. Das Netz ohne Anfang und Ende, ist ein Ausschnitt, ist im Wachstum begriffen, ist nicht vollendet, sondern immer in kreativer Entwicklung und Erweiterung. Für die Linien ist die Farbe Grün treffend, die Farbe des Wachstums, die Farbe der Entwicklung.

Die Verknüpfungen im Netz verbildlichen Erkenntnisse, Ergebnisse und Lösungsansätze dieser verbundenen Gedankenstränge. Sie sind als Signalpunkte mit heller Farbigkeit hervorgehoben. Das Studium der Simulation ist neben Theorie und Experiment der dritte Hauptbestandteil für die Forschung und dementsprechend wichtig und zukunftsweisend für die Wissenschaft. Bildlich wird dies durch eine energetische Strahlkraft mit leuchtender Fernwirkung verdeutlicht.

Der Entwurf “Vernetzung“ spiegelt das Innenleben in der GRS auf der Gebäudehülle wider, stülpt es förmlich nach außen und unterstützt auf diese Weise die Präsenz des Studiums der Simulation in dem Forschungszentrum Jülich.

Fotos: Forschungszentrum Jülich, Detail: Regina Kochs

Lichtungen

By Regina

On 05, Nov 2012 | In | By Regina

Lichtungen

Treppenhausmalerei – Polizeiinspektion Ansbach
Eingeladener Wettbewerb 1. Platz
Realisierung 2012

Eine Lichtung im Wald ist eine Aufhellung, eine Unterbrechung, eine Orientierungsmöglichkeit und ein Ort der Ruhe und Konzentration. Die Wandmalerei „Lichtungen“ hält im „Wald der Polizeiarbeit“ den Blick für einen beruhigenden Moment fest, unterbricht den funktionalen Raum, schafft einen Augenblick des Ausgleichs und dient zur Orientierung und Identifikation.

Die künstlerische Arbeit besteht aus zwei Elementen: Zum einen sind einzelne Punkte auf der zentralen, roten Treppenhauswand verteilt. Sie kartieren den Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Ansbach. Diese Ortspunkte sind für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nicht
nur Punkte ihrer Arbeitswelt, sondern gleichzeitig „Lichtungen“ ihrer Wohn- und Heimatorte.
Zum anderen überziehen raumgreifende Streifengruppen die Treppenhauswände. Diese „Lichtungen“ verbinden Innen und Außen als übergreifendes Naturmotiv und spiegeln gebündelte Konzentration. Der gewünschte Stressabbau mit seiner deeskalierenden Wirkung wird durch die beruhigende grüne Farbigkeit der Malerei unterstützt.

Die Baustruktur wird optisch durch die „Lichtungen“ zusammengefügt. Horizontal durch das
wiederkehrende Motiv und vertikal durch die etagenübergreifende Gestaltung. Im Erdgeschoss wächst das Grün kraftvoll raumhoch und im Obergeschoss enden die unten begonnenen Büschel. Bei eindeutig künstlerischer Beziehung zueinander gewinnt jede Etage der Polizeiinspektion Ansbach ihr eigenes Gesicht.

Fotos: Bauamt Ansbach + Heike Fischer, Regina Kochs
Fotos: Heike Fischer

Grünfelder

By Regina

On 18, Nov 2011 | In | By Regina

Grünfelder

Foyerbemalung in der Bürgerhalle
Halsenbach, Hunsrück
Realisierung 2011

Im Hunsrück in der Nähe von Emmelshausen liegt die Gemeinde Halsenbach. Ihre Bürgerhalle aus den 70. Jahren wird 2011 modernisiert und umgebaut. Im Rahmen der Neugestaltung wird eine Wandmalerei im Foyerbereich gewünscht. Hier stehen eine Stütze und die umliegenden Wandflächen zur Verfügung. Die Bürgerhalle ist den Bürgern von Halsenbach als Gemeinschaftsraum für sportliche und gesellschaftliche Aktivitäten ein wichtiger Treffpunkt. Im Rahmen dieser Öffentlichkeit soll ein für den Ort und die Menschen zugeschnittenes Kunstwerk entwickelt werden.

Zur ländlichen Gemeinde Halsenbach zählen vier Ortsteile. Als größter Ortsteil ist dies Halsenbach selbst, dann das nahegelegene kleinere Ehr, noch etwas entfernter Ehrerheide und schließlich gehört auch der überschaubare Mermicherhof zur Gemeinde. Diese vier Ortsteile sind die Grundlage der künstlerischen Idee: Vier leicht nuancierte Grünfelder belegen die im Flur frei stehende Stütze und wickeln sich über die Stützenecken hinweg um die ganze Stütze herum. Sie umschließen jeweils einen orangen Ring, sodass jeder Ortsteil je nach seiner Größe dargestellt ist. Die Farbwahl Grün nimmt Bezug zur ländlichen, naturreichen Gegend. Die Stütze im Mittelpunkt wird zum Symbol der tragenden Gemeinde.

Gleichzeitig werden die „Ortsteile“ in den umliegenden Raum gedoppelt und nehmen die Bürgerhalle raumgreifend für sich ein. Halsenbach als größter Gemeindeteil spiegelt sich markant in der Hauptachse zum Halleneingang und betont diesen weit sichtbar in den Flur hinein. Jeder Besucher der Bürgerhalle „durchläuft“ somit die vier Ortsteile der Gemeinde und befindet sich selbst unmittelbar in den verschiedenen Grünfeldern.

Fotos: Jörg Hempel / Detail: Regina Kochs

Alles fließt – verschlungene Wege

By Regina

On 19, Mai 2011 | In | By Regina

Alles fließt – verschlungene Wege

Ausstellungsinstallation Wandfries
Galerie Hirtengasse Nürnberg
Realisierung 2011

Die Galerie Hirtengasse in Nürnberg wünscht sich 2011 eine Arbeit für Ihren Galerieraum. Der Raum mit zwei großen Schaufenstern und einer dazwischen liegenden Eingangstür öffnet sich der Stadt hin. Er liegt etwas erhöht an einer kleinen Straße unweit der Altstadt von Nürnberg.

Wege durchziehen unser Leben, ständig, immer – alles fließt. So auch die Wege durch Nürnberg, in die Galerie hinein, in ihr darinnen, aus der Galerie heraus, oder auch vorbei an der Galerie. Betritt der Besucher die Galerie, setzt er seinen Weg von außen in die Galerie fort. Hier findet er seine Wege-Linien entlang der Wand weitergeführt. Die körperliche Bewegung in den Raum hinein wird abgelöst von der Bewegung des Blickes entlang der fließenden, gemalten Bewegungen auf den Wänden. Ein roter, horizontaler Wandfries verbindet im Raum Fenster, Öffnungen, Vorsprünge und Winkeln miteinander. Freigelassene Linien geben die weiße Wand frei. Auch auf den Galeriefenstern wird durch eine rote Folie der Fries fortgesetzt. So ist der Linienfluss im Raum durchgehend und gleichzeitig verändert sich der Einblick in die Galerie hinein. Die Linien verweben sich unter- und übereinander, scheinen verschlungen, bekommen eine räumliche Dimension und laufen doch frei die Wand entlang.

“Gewaltig und kraftvoll schwappen (die Linien) durch den Raum, unbeeindruckt von Fenstern, Ecken oder nicht mehr notwendiger Leinwand umzingeln sie den Betrachter. Ein rotes Band ist ihnen Nährboden, ist Kontrast, der ihrer Farbfreiheit Kontur gibt. In Horizontalem Drängen überlagern sie sich, Mäander jedoch nie, als hätten Sie ein unabdingbares Ziel. Wo ist ihre Farbigkeit? Ihre Geschichte? Gerade im kompletten Nicht-Sein taucht sie plötzlich wieder auf. An den Stellen, an denen das Rot sie auf Glas freigibt, sehen wir die dahinterliegende Welt. Nicht die von Regina Kochs aufgetragene Farbigkeit definiert die Linie, nein, die Gegenwart, das aktuelle Sein der Strasse fügt sich in die Lücken und Öffnungen des Freigeschnittenen ein, ordnet sich dem Nicht-Vorhandenen unter. Die Künstlerin verlässt nicht nur die Leinwand, sie verzichtet auch auf eine festgelegte Ansichtsseite. Innen und Außen sind gleichwertig, überlagern sich und laden den Betrachter ein, das Bild selbst zu betreten, so, wie sie – und ich – es vor wenigen Minuten getan haben.” (Auszug Eröffnungsrede : Katja Fischer)

Fotos: Regina Kochs / Ulrich Kreuels

Wasserlinien

By Regina

On 18, Mai 2011 | In | By Regina

Wasserlinien

Treppenwandmalerei
Rheinschiff “MS-Fantasie”, Köln
Realisierung 2011

Die Deutsche Rheinschifffahrt Gesellschaft Köln-Düsseldorfer baut 2011 ein neues Schiff: Die “MS-Fantasie”. Für die Haupttreppe in zentraler Innenraumlage, wird eine künstlerische Gestaltung gewünscht. Der Bezug zur Schifffahrt soll deutlich thematisiert werden.

Wasser und Schiff gehören untrennbar zusammen. Der Schiffsbesucher spürt, sieht und erlebt das Wasser aus nächster Nähe. Die Entwurfsidee greift diese enge Beziehung zum Wasser auf und wird in der Gestaltung „Wasserlinien“ künstlerisch umgesetzt. Über mehrere Geschosse steigt eine blaue Wasserwand empor. Die Farbe Blau verbildlicht sinnfällig das Element Wasser und visualisieren deren unmittelbare Nähe. Wie Schiffsrümpfe, die sich zu den Enden hin zuspitzen, tanzen die weißen und blauen Linien auf dem Wasser. Je höher desto mehr verdichten sich die weißen „Wasserlinien“ und leiten fließend in die weiße Deckenlandschaft über, zu einer endlosen horizontalen Weite.

Fotos: Heike Fischer

Schwingungen

By admin

On 11, Sep 2010 | In | By admin

Schwingungen

Flurgestaltung im Hörspielbereich des WDR, Köln
Realisierung 2010

Im Rahmen der räumlichen und optischen Neugestaltung des Produktionskomplexes 6+7 soll eine künstlerische Gestaltung des Flurbereiches entwickelt werden. Eine ca. 24 m lange, von Türen unterbrochene Wandfläche ist wandmalerisch gestaltet.

Die Kernidee für die Gestaltung des Flures ist die Sichtbarmachung der Funktion aus den hinter der Flurwand angrenzenden Produktionsräumen. Im Wesentlichen ist dies die Akustik – das Hörspiel, das in den Studios produziert wird. In Form von künstlerisch frei gestalteten, feinteiligen Frequenzbewegungen wird der Schall malerisch vom Innenraum in den Flurbereich transportiert.

Die Architektur des Flures ist ausgesprochen schmal und lang. Um diese Gegebenheit zu unterstreichen, wird die Idee einer ruhigen, sich über die ganze Flurlänge ziehenden Großform entwickelt. Entsprechend eines an- und abschwillenden Schallvolumens ist  das langgezogene Oval eine ideal ausgewogene und ausdrucksstarke Form. Durch die großzügige Wandzeichnung wird die Heterogenität der von Türen unterbrochenen Wandflächen aufgehoben und die Flurenden miteinander optisch zusammengefasst.

Da die Flurfläche immer nur in verkürzter Perspektive wahrnehmbar ist, ist eine Bewegung innerhalb der Großform unbedingt notwendig. Unterschiedliche  Standorte lassen das Oval unterschiedlich erscheinen. Der Charakter der Wandzeichnung verändert sich in jedem einzelnen Abschnitt, je nach Verdichtung und Höhe der Linien. So verändert der Flur abwechslungsreich seinen “Klang”.

Fotos: Rainer Mader / Detail: Regina Kochs

Hochwasser

By Regina

On 18, Apr 2009 | In | By Regina

Hochwasser

Installation in der Galerie im Stapelhaus, Köln
Realisierung 2009

Die Ausstellungseinladung 2009 in die „Galerie im Stapelhaus“ ist mit der Bitte verbunden eine raumbezogene, temporäre Wandarbeit zu gestalten. Das Stapelhaus in Köln, mit seinem großzügigen Ausstellungsraum, befindet sich an historischer Stelle direkt am Rhein zwischen der Uferpromenade und den Altstadtgassen. Der längliche Raum liegt parallel zum Flussverlauf. Eine offene Blickbeziehung zum Rhein hin ist durch die lange Fensterfront Tag und Nacht gegeben. Im Inneren der Galerie teilen zwei Wandscheiben den Raum in drei Bereiche.

Die Nähe des Ausstellungsraumes zum Rhein, die Blickbeziehung zum Fluss und das Bewusstsein um das nahezu jährlich drohende Hochwasser, lassen die künstlerische Idee entstehen: Das nahe liegende Thema Rhein und Hochwasser wird erstmalig in den Ausstellungsräumen des Stapelhauses malerisch im Raum umgesetzt.

Die Wandscheibe, die sich parallel zur Rheinseite entlang der Fensterfront orientiert, hat einen direkten Bezug zum Wasser und ist somit idealer Träger der Raumarbeit. Mit einer „Wasserwand“, die sich stark und fest im Raum positioniert, wird wuchtig die kräftige Macht des Wassers demonstriert. Weiße Linien unterteilen die Scheibe horizontal. Die Linienführung stellt eine minimalen Wellenbewegung dar und spielt ruhig und weit die Länge der Wand aus. Es entsteht eine leichte, sanfte Dynamik. Im unteren Teil der Wandfläche sind die Linienabstände zueinander lose, im mittleren Wandabschnitt verdichteter, im oberen Wandteil zeigt sich wieder ein größerer Abstand zwischen den Linien. Den oberen Abschluss der Wandmalerei bildet eine ganz sanft schwingende Bewegung. Diese ruhige Gestaltung steht im Kontrast zu dem Hochwasserstand, der weit über der Kopfhöhe des Betrachters liegt. Die Wandscheibe erhält zusätzlich durch die unterschiedlichen Liniendichten eine irritierende Körperlichkeit. An den Stellen wo die Linien extrem verdichtet sind beginnt das Auge zu springen und kann einzelne Linien kaum noch voneinander unterscheiden. So entsteht eine unausweichliche Spannung beim Betrachter. Erst aus direkter Nähe, förmlich „im Wasser“, lassen sich die Linien einzeln mit dem Auge verfolgen.

Um eine „Wassertiefe“ zu erreichen, ist der blaue Grund vier mal überstrichen. Zwei helle Grundierungen und zwei dunkle Abschlussanstriche schaffen eine in sich gleichmäßig, zart strukturierte Fläche. Hellere und dunklere Farbnuancen wechseln sich ab und lassen so verschiedene „Wassertiefen“ entstehen.

Fotos: Regina Kochs

Schnitt durch die Landschaft

By Regina

On 18, Aug 2008 | In | By Regina

Schnitt durch die Landschaft

Wandmalerei für das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Eingeladener Wettbewerb 3. Platz
Berlin 2008

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz in Berlin-Mitte lädt 2008 zu einem Kunstwettbewerb ein. Vier übereinander liegende Besprechungsräume sollen jeweils an ihrer Stirnwand ( 6.60 m x 3.50 – 4.00 m) gestaltet werden. Ein künstlerisches Gesamtkonzept mit Raumbezug und Verbindung zum Ministerium soll der Gestaltung zugrunde liegen.

Die Entwurfsidee nimmt Bezug zum Landwirtschaftsministerium: Ein „Schnitt durch die Landschaft“. Jeder Raum erhält einen eigenen, individuellen Charakter und ist in seiner jeweiligen Etage unverwechselbar verortet. Zugleich sind die Räume durch eine klare Linienführung mit den anderen Ebenen optisch verbunden.

Die Idee des Landschaftsquerschnittes legt vier übereinander liegende Bildräume fest: Wurzelraum, Pflanzenraum, Himmelsraum und Sonnenraum.
Die Abfolge der Farben braun, grün, blau und gelb schafft klare Orientierung.
Die freie Linie als ein schlichtes, wiederkehrendes und wieder erkennbares, klares Element verbindet alle Geschosse miteinander und hält das Kunstwerk sichtbar zusammen. Die Linien führen wie Leitfäden durch das Gebäude hindurch. Sie wachsen, verbinden, zonieren, gliedern, durchlaufen die Besprechungsräume wie Gedankenfäden, bündeln, fließen weiter und strahlen über den Horizont des einzelnen, kleinen Raumes hinweg. Mit Linien und Farben entstehen Zwischenräume, freie Formen für Wurzeln, Blätter, Wolken und Strahlen – eine in jedem Sinne weite Landschaft.

Spiegelung

By Regina

On 18, Mai 2008 | In | By Regina

Spiegelung

Steinkreisgestaltung für die Ostrale
2. Internationale Kunstausstellung, Dresden
Realisierung 2008

Das Ostragehege der sächsischen Hauptstadt Dresden liegt in direkter Nähe zur historischen Altstadt. Es verbindet weiträumige, naturgeschützte Freiflächen auf der Elbhalbinsel mit den imposanten, schon seit Jahren leerstehenden, maroden Hallen des Erlwein-Schlachthof-Ensembles aus der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Die faszinierende Lage im Elbbogen und die kontrastreiche Architektur bieten großzügigen Raum für die dort jährlich stattfindende internationale Kunstausstellung: Die Ostrale.

2008 werden acht Siloumfassungswände zu einem Steinkreis zusammengestellt. Die auf dem Gelände vorgefundenen drei Meter hohen und ein Meter breiten Betonstelen stehen auf ihren großzügigen Füßen zwischen den alten Gebäudehallen, markant in deren Straßenflucht eingebunden. Aufgabe ist es, den „rohen“ Steinkreis in seiner Erscheinungsform zu verstärken und gleichzeitig einen Ausstellungsbeitrag zu schaffen, der dauerhaft am Ort erhalten werden kann. Die Kuratorin Sabine Zimmermann wählte meinen Entwurf zur Umsetzung aus.

Wie kann eine künstlerische Gestaltung die Kreisanordnung der Steelen aufnehmen? Wie können Kreis-Außenraum und Kreis-Innenraum miteinander in Beziehung stehen ohne einer der beiden sehr unterschiedlichen Raumsituationen unrecht zu tuen? Meine Idee ist es, mit einer kreisenden Umwicklung die Betonstelen zusammen zu fassen, zu schnüren, einzukreisen und fest aneinander zu binden. Die Idee für das Zusammenspiel von Innenraum und Außenraum ist die lineare und farbliche Spiegelung.

Weiße Linien wickeln sich auf grünem Grund kraftvoll um die acht Betonsteine und schaffen eine optisch feste Verbindung des Stelenkreises. Mit der Farbe Grün wird in der steinernen Umgebung die pflanzliche Komponente aufgegriffen. Auch setzen sich die farbigen Betonaußenscheiben von der hellen Umgebung deutlich ab. Mit der exakten malerischen Umsetzung wird der Ort zusätzlich gegenüber den maroden Gebäuden ringsum hervorgehoben. Vor dem optisch umwickelten Stelenkreis stehend, sind Durchblicke in den Innenraum möglich. Beide Stelenflächen – Innen und Außen – sind von hier aus erlebbar, der Raum in seinem ganzen Zusammenhang erfahrbar. Die äußere Umwicklung wird innen exakt widergespiegelt und nimmt die Farbigkeit spiegelgleich auf. Im Innenraum stehend, ist ausschließlich ein florales, grünes, horizontales Liniennetz auf weißem Grund erlebbar und verstärkt das konzentrierte Innenraumgefühl.

Die malerische, umkreisende Verdichtung nimmt überzeugend die Stelenkreisaufstellung auf. Der Ort strahlt eine starke Anziehungskraft aus und ist gleichzeitig geprägt von einer enormen inneren Konzentration.

Fotos: Regina Kochs

Spirale

By Regina

On 20, Aug 2005 | In | By Regina

Spirale

Flurbegleitende Wandmalerei im KunstWerk, Köln
Realisierung 2005

Das KunstWerk Köln lädt mich im Jahr 2005 zur Ausstellung „ausgezeichnet“ ein. Eine Arbeit zum Thema „Zeichnung“ entsteht. Für eine raumbezogene Gestaltung wird eine Flursituation ausgewählt, die mit ca. 35 Metern Länge eine extrem klare und starke Perspektive und somit eine spannende Sogwirkung besitzt. Nebeneinander liegende Türen zergliedern die eine Flurseite, gegenüber befindet sich eine ruhige, geschlossene Wandfläche.

Die künstlerische Grundidee beruht auf der Veränderung der räumlichen Wahrnehmung durch eine großzügige Wandmalerei. Bewegungszonen sollen für den Betrachter, der den Flur entlang geht, entstehen, die Perspektive auf den Flur spielerisch verändern und zu einer neuen Raumwahrnehmung verführen.

Eine flurbegleitende, lang gezogene Zeichnung wird auf die gesamte durchgehende Wandfläche gezeichnet. Die freihandgeführte Spirallinie wird durch eine orange Zwischenraumbemalung sichtbar und kraftvoll gehalten. Mit Schlingenbewegungen, mal enger, mal weiter, wird der Besucher den schmalen Flur entlang geleiten und in seiner Wahrnehmung irritiert: Die unregelmäßigen Verdichtungen und Erweiterungen verzerren die raumperspektivische Wahrnehmung und lösen die gewohnte eindeutige Raumflucht auf. Der Raum scheint einen Bogen zu machen, scheint sich zu krümmen. Der Betrachter ist sich des Raumes nicht mehr sicher und kann sich nur durch Betrachtung und Begehung der tatsächlichen räumlichen Situation vergewissern.
So hält der Besucher inne und geht weiter, wird vom wechselnden Rhythmus der beschwingten Wandarbeit aus seinem Schritt gebracht.

Fotos: Regina Kochs

Verdichtung

By Regina

On 18, Mai 2005 | In | By Regina

Verdichtung

Treppenhausbemalung in der SK Stiftung Kultur, Köln
Realisierung 2005

Die SK Stiftung Kultur, die größte Kulturstiftung in NRW, hat 2005 in Köln neue Räumlichkeiten bezogen. Der neue eigene Veranstaltungssaal für 200 Besucher liegt im 2. Untergeschoss und ist über ein geräumiges Treppenhaus sowie Aufzüge erreichbar. Die Innenarchitektin Beate Wild entwickelte gemeinsam mit dem Bauherrn die Aufgabe, den wunderbar prägnanten Treppenhauskern in seiner kraftvollen baulichen Wucht durch eine Wandmalerei erlebbar zu machen und die Bewegung hinab zum Veranstaltungssaal zu verdeutlichen.

Die künstlerische Idee beruht auf der Verstärkung des Turmcharakters mittels einer leuchtenden Signalfarbe. Diese wird gleichzeitig besetzt mit einer leichten Wandzeichnung, die die vertikale Bewegung aufnimmt und die Etagen miteinander verbindet.

Für die Grundfläche ist die Farbe Orange als eine eindeutige Signalfarbe gewählt. Durch die Verwendung einer matten Farbe erscheint der Grund weich und homogen. Die Wandzeichnung selbst wird durch viele Ovale gebildet, die als gerichtete Formen Bewegungen aufnehmen und verstärken. Im Verlauf von oben nach untern verdichten sie sich zum engen Netz. Die Farbe der Ovale, ein kräftiges Magenta, hebt sich von der Grundfarbe ab und steht zu ihr gleichzeitig in einer spannungsreichen Nähe. Zudem ist sie glänzend und etwas pastos aufgetragen, womit sie eine haptische Qualität erzeugt.

Die Signalfarbe lockt den Blick des Besuchers und zieht ihn auf den Weg in die Untergeschosse zum Veranstaltungssaal. Der Turm als Monolith wird erkennbar. Er grenzt sich nun von den umliegenden Wänden als eigenständiger baulicher Körper deutlich ab.

Die Wandzeichnung “Verdichtung” ist Abbild des Lebens im Treppenhaus: Die Ebenen sind unterschiedlich frequentiert: Wenige Menschen im Erdgeschoss, einige in der Bibliothek des 1. Untergeschosses und große Menschenversammlungen im 2. Untergeschoss. Entsprechend verdichten sich die Ovale: Oben noch lose, sammeln sie sich vor dem Veranstaltungssaal zu einem dichten Netz.
Jede Etage bekommt ihr eigenes Gesicht.
Eine unverwechselbare Orientierung entsteht.

Durch das Wechselspiel zwischen matter Grundfarbe und glänzender Zeichnung, wird die Bewegung der Besucher verstärkt: Bei jedem Standortwechsel, jeder Drehung verändert sich der Lichteinfall auf die leicht schimmernden, reflektierenden Ovale, was die Wahrnehmung der Zeichnung verändert. In der Garderobe vor dem Veranstaltungssaal entsteht durch eine rahmende Türöffnung eine regelrecht barocke Raumfolge mit Sogwirkung. So entsteht auch hier räumliche Orientierung.

Fotos: Heike Fern / Regina Kochs

Umfassung

By Regina

On 18, Jan 2005 | In | By Regina

Umfassung

Wettbewerb für das Karl Ernst Osthaus Museum
Hagen 2005

Das Hagener Museum veranstaltet alle zwei Jahre einen Wettbewerb. 2005 soll für die Museumshalle ein raumorientierter Entwurf entwickelt werden. Die Halle aus den siebziger Jahren erscheint als ein heterogener Raum mit unterschiedlichen Wandhöhen (niedrige und hohe Raumzonen), Öffnungen in verschiedenen Höhen und einer ungleichmäßigen Raumbelichtung, sodass vielfältige Raumerlebnise möglich sind. Der Boden hebt sich dunkel als einzige klare Fläche von den aufgebrochenen hellen Wänden ab.

Die gestalterische Idee ist es, ein durchgehend dominantes und homogenes Element in den Raum zu bringen, dass der Heterogenität des Raumes eine fokussierte Konzentration entgegensetzt. Es soll eine Raumstimmung erzeugt werden, in der Ruhe und Bewegung gleichermaßen einen Platz finden.

Der Entwurf nutzt den Raum selbst als Träger für das Kunstwerk. Die Wandmalerei dehnt sich über die gesamte Wandabwicklung wie ein Fluss aus und fasst den Raum wie ein Band zusammen. Der Raum selbst bleibt leer. Der Boden als freie, ruhende Fläche bleibt ungestört und die Weite des Raumes wird erhalten. Die Malerei besteht aus einem klaren, schlichten Element, eine einzige weiche Form wird wiederholend eingesetzt. Und nur ein leuchtender Rot-Ton bestimmt die Farbigkeit. Die sehr einfache Struktur ist jedoch gleichzeitig ausgesprochen bewegt und lebendig: Sie breitet sich fließend aus, nimmt sich die Weite des Raumes und tritt durch Nähe oder Distanz in Dialog zu Öffnungen und Wandversprüngen. Zusätzlich erzeugt die stempelunterstützte Malerei durch Verwendung von Lackfarbe leichte lebendige Lichtreflektionen. Im Ganzen entsteht so die gewünschte “bewegte Ruhe” und eine Konzentration zur Raummitte hin.

Netzpfeiler

By Regina

On 04, Jan 2005 | In | By Regina

Netzpfeiler

Entwurf für die Ausstellungshalle im KunstWerk
Köln 2005

Das KunstWerk unter der Zoobrücke in Köln-Deutz, bietet eine großzügige, wohlproportionierte und klar gegliederte Ausstellungshalle. Diese klare Gliederung wird unterstützt durch die vier freistehenden, markanten, kräftigen Pfeiler. Sie stützen den Saal nicht nur statisch, sondern schaffen auch eine eindeutige Zonierung.

Im Rahmen der Ausstellung „ausgezeichnet“ ist der Entwurf der „Netzpfeiler“ entstanden.
Spielerisch werden die vier Pfeiler (80/60,5 cm) in ihrer Schwere und Mächtigkeit bezeichnet. Sie werden in ihrer Starrheit mit einem bewegten, farbigen Netz umfangen und umhüllt. Ein Netz aus Kreisen und Schlingen, mit freien Unregelmäßigkeiten legt sich mit Leichtigkeit über die Strenge der Pfeiler und schafft eine eigenwillige Symbiose. Diese Gleichzeitigkeit macht die reizvolle Spannung und die Kraft spürbar, die sich in der Arbeit “Netzpfeiler” bündelt.